Die malayische Bevölkerung ist eine Vielvölkerkultur und besteht aus Malaien (50,4%), Chinesen (23,7%), indigenen Völkern wie z.B. den Orang Asli oder den Dayak (11%), Indern (7,1%) und Sonstigen (7,8%). Die Überseechinesen spielen eine extrem große Rolle im Handel und der Wirtschaft Malaysias. Die Europäer und die Menschen aus dem Nahen Osten bilden in Malaysia eine nennenswerte Minderheit. Die Europäer sind meist Briten und Portugiesen, was durch die Kolonialzeit bedingt ist. Erstaunlich ist jedoch, dass Malaysia eine überdurchschnittlich große Anzahl an jungen Menschen hat. Rund ein Drittel der Bevölkerung Malaysias ist unter 15 Jahren.
Obwohl die beiden Staaten Sarawak und Sabah, auf der Halbinsel Borneo, etwa 60% der Landesfläche Malaysias ausmachen, leben nur knapp 6 Millionen Menschen (ca. 20% der Bevölkerung) auf diesen Teilen des Landes. Die überwiegende Menge von 22 Millionen Menschen (ca. 80% der Bevölkerung) leben im kleineren Westteil.
Die eigentliche Staatsreligion der Malaien gehört dem sunitischen Islam an (ca. 60% der Bevölkerung). Jedoch sind durch die zahlreichen Völker Malaysias unter anderem auch Hindus, Moslems, Sikhs, Christen und Budhisten vertreten. Das bemerkenswerte hierbei ist, das Malaysia eines der wenigen Länder ist, in denen alle diese verschiedenen Religionen miteinander auskommen und Tür an Tür leben.

Wie die Malaien werden auch die indigene Volksgruppen zur ursprünglichen Bevölkerung Malaysias gezählt und gelten somit als Bumiputras. Diese leben hauptsächlich in den ostmalaysischen Staaten Sarawak und Sabah, und stellen da knapp zwei Drittel der Bevölkerung dar. Zu ihnen zählen Volksgruppen wie die Iban, Bidaguh, Murut und Kadazan.
Diese Volksgruppen sind jedoch immer mehr am aussterben, da es die junge Generation der Urvölker Malaysias immer mehr aus den ländlichen Gegenden in die Großstädte Malaysias zieht. Sie existieren nur noch in kleinen Zahlen und werden mit dem Sammelbegriff Orang Asli bezeichnet, und gehören einer großen Zahl ethnischer Gruppen an.
Das wohl interessanteste Volk Malaysias sind aufgrund ihrer Geschichte die Ibans. Die Ibans waren zur Kolonialzeit ein gefürchtetes Volk, da sie von der Kopfjagd und der Piraterie lebten. Sie sind ein kleines Urvolk Malaysias und leben nur noch in kleinen Zahlen in den Tiefen des Urwaldes Malaysias. Heute noch leben sie, wie schon seit Jahrhunderten, in ihren traditionellen Langhäusern und betreiben Wanderfeldbau. Die Langhäuser
werden aus Bambus gebaut und können mehrere hundert Meter lang werden, da sie die ganze Dorfgemeinschaft beherbergen. Neben Reis bauen sie auch verschiedene Nutzpflanzen an und leben natürlich von allem was der Wald hergibt. Das sind zum einen verschiedene Beeren und Früchte, und zum anderen Tiere wie vorzugsweise Wildschweine. Auf die Jagd gehen die Ibans mit ihren knapp 2m langen Blasrohren, Speeren oder Pfeil und Bogen. Die Sprache der Iban ist eine eigene Sprache, und ist nach den Iban selbst benannt. Sie ist allerdings verwandt mit der malaiischen Sprache.
